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Für die Haltung von Nagetieren bedarf es einiges was man beachten muss, um eine artgerechte Haltung zu gewährleisten. Wir haben sieben Tipps für Sie zusammengetragen.

 

 

 

 

 

Ernährung

Für jeden Nager gibt es das passende Futter:

Meerschweinchen und Zwergkaninchen benötigen jede Menge Heu für ihre Verdauung. Alle paar Tage frischer Löwenzahn oder frisch gepflücktes Wiesengras bekommt ihnen sehr gut, aber zu viel Salat verursacht Durchfälle, mit einem Stückchen Apfel ist die nötige Vitaminzufuhr gedeckt. Ratten haben einen recht unempfindlichen Magen und können jegliches Obst und Gemüse bekommen..

Frettchen, Ratten, Hamster und Mäuse benötigen ab und an etwas Eiweiß. Chinchillas, Meerschweinchen und Zwergkaninchen gehören zu den reinen Vegetariern.

Alle Tiere benötigen täglich frisches, nicht zu kaltes, Wasser. An sehr warmen Tagen sollte man den Wasserbehälter öfter täglich nachfüllen.

Zu viel Trockenfutter macht auch den Käfignager dick, daher reicht es völlig aus, Meerschweinchen, Zergkaninchen und anderen größeren Nagern täglich 1-2 Esslöffel davon zu füttern. Kleinere Nager wie Hamster und Mäuse bekommen entsprechend weniger Trockenfutter. Als gelegentliches Extra ist eine Erdbeere, eine Brombeere oder eine Nuss sehr gut geeignet.

 

Zahnpflege

Um den Nagern bei der Pflege ihrer ständig nachwachsenden Zähne behilflich zu sein, eignen sich Zweige von Haselnusssträuchern, Apfelbäumen, Weiden, Buchen oder Birken zum Nagen im Käfig.

 

Unterbringung im Käfig

Die Größe des Käfigs sollte angemessen und eher zu groß als zu klein sein. Ein Goldhamster benötigt in etwa die Größe eines Meerschweinchen-Käfigs, ein Meerschweinchen die Handelsgröße für Kaninchen usw. Es gibt viele Möglichkeiten Kaninchen artgerecht zu halten. Chinchillas und Frettchen brauchen besonders viel Platz und sollten immer mehrere Stockwerke zum Klettern in ihrer Unterkunft zur Verfügung haben.

 

Sensible Käfig-Nager

Da sie sehr empfindlich sind, wenn sie in Käfigen in der Wohnung gehalten werden, sollte man aufpassen, dass sie sich nicht erkälten, wenn sie zum 1. Mal im Frühling ins Freigehege gesetzt werden. Der Käfig sollte möglichst so stehen, dass er nicht in der Sonne steht.

Ein kühler, auf keinen Fall zugiger Platz, z.b. auf einem Tisch oder Regal ist der ideale Standort für den Käfig. Zwergkaninchen und die größeren Artgenossen können auch im Sommer sowie im Winter im Stall draußen gehalten werden. Dadurch werden sie robuster, haben oft mehr Platz (bei entsprechender Stallgröße) und können in Ruhe scharren. Auch wenn mal etwas Streu aus dem Stall hinausschleudert, stört das nicht so, als wenn der Nager in der Wohnung gehalten wird.

 

Gesundheit & Impfungen

Kaninchen oder Meerschweinchen, die regelmäßig ins Freie hinaus dürfen, sollten geimpft werden.

Das Gehege sollte einen Unterschlupf bieten und so geschützt sein, dass Hunden oder Katzen nicht in das Gehege eindringen können. Das Gitter des Geheges sollte so verstärkt werden, dass es den Nagern nicht möglich ist sich frei zu buddeln. Ein "Zusammenhalten" von Kaninchen und Meerschweinchen ist wegen des völlig unterschiedlichen Artverhaltens Stress für die Tiere und keine Freude wie oft angenommen.

 

Nagetiere auf Reisen?

Auf keinen Fall sollte man Käfigtiere mit auf Reisen. Was für Hunde ein absoluter Genuss ist, belastet die Käfigtiere hochgradig. Vielleicht findet sich ein Bekannter in der Nachbarschaft, der bereit ist, die Pflege, für die kleinen Lieblinge für die Zeit der Reise zu übernehmen.

 

Geeignet für Kleinkinder?

Für kleine Kinder eignen sich die Nager, trotz gegenteiliger Praxis, nicht.

Keinem Tier gefällt es, ständig "begrabscht" zu werden und laute Geräusche sind den meisten Kleintieren ein Gräuel. Das würde eher Stress als Freude für das Tier sein.

Käfig-Haustiere eignen sich für Menschen, die die Tiere auch mal gerne beobachten und sich ihnen behutsam annähern können da sie oft schreckhaft sind.